Makramee: so wirst du zum Knüpfkünstler

Makramee: so wirst du zum Knüpfkünstler

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Inhaltsverzeichnis

In diesem Artikel erzählen wir dir alles, was du über Makramee wissen musst, um mit ein wenig Übung zum Knüpf-Künstler zu werden. Auch diese kreative Technik hat ihren Ursprung unter Anderem im fernen Japan.

Schon ein paar Grundtechniken im Knoten knüpfen reichen aus, um schöne Projekte für dein Zuhause umzusetzen. Mit unseren hilfreichen Tipps und Tricks steht deinem Makramee Projekt nichts mehr im Weg.

In diesem Beitrag bekommst du umfassende Informationen über:

  • Die Herkunft von Makramee
  • Die Eigenschaften der verschiedenen Garne
  • Welches Zubehör zum Knüpfen notwendig ist
  • Tipps und Tricks
  • Inspiration für Anfängerprojekte

Was ist Makramee und wo kommt es her?

Das heutige kunstvolle Makramee ist eine Knüpftechnik, die ihren Ursprung im Orient hat. Im arabischen bedeutet „Migramah“ soviel wie „Weben“.
Mit Hilfe des Knoten Knüpfens wurden damals Teppiche, Ornamente oder Schmuck hergestellt. Vor vielen Jahren wurde diese Technik von Kreuzrittern über Spanien nach Europa gebracht.

Aber auch lange Zeit vor der kunstvollen Form von Makramee, gab es auf der ganzen Welt Knüpftechniken. Früher wurde das „Knoten“ eher mit etwas Nützlichem verbunden. Werkzeuge wurden mit der Hilfe von Knoten hergestellt, Netze und Taschen dienten zur Aufbewahrung oder zum Transport von Waren. In Japan hat man beispielsweise mit Hilfe von Knotentechniken Fischernetze hergestellt.

Selbst in verschiedenen Religionen, wie dem Buddhismus, findet man Knüpftechniken in Form von geknüpften Strängen, welche die Gewänder von Geistlicher schmücken. In früheren Jahrhundert diente die Methode auch zur Verschönerung von Kleidung und erfreute sich so an großer Beliebtheit.

Seit ihrem Ursprung hat sich die Knüpftechnik in der ganzen Welt verbreitet und weiterentwickelt. In jeder Region und Kultur wurde diese Kunst auf eine ganz eigene Art und Weise interpretiert und weitergeben.
So findet man beispielsweise Makramee auch in China in Form von beliebten Glücksbringern zum Neujahrsfest. In Lateinamerika dient die Technik überwiegend der Herstellung von Schmuck.

Heute verbindet man mit Makramee oft eine kreative Kunst und eine Möglichkeit, selbst dekorative Elemente herzustellen.

In Deutschland war die Knüpftechnik bereits in den 1970ern sehr beliebt. In vielen Wohnungen fand man schon vor 50 Jahren geknüpfte Blumenampeln und Wandbehänge. Zwischendurch geriet diese Kunst etwas in Vergessenheit, bevor sie vor wenigen Jahren wiederentdeckt wurde und sich um absoluten Trend entwickelt. Sehr beliebt sind zum Beispiel Anleitungen für Projekte im „Boho-Stil“.

Deiner Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Zwischen dem filigranen Freundschaftsarmband bis hin zum meterlangen Wandbehang gibt es so viel zu entdecken.

Beispiel-Projekte mit Makramee:

  • Blumenampeln und Regale
  • Wandbehänge und Teppiche
  • Schnullerketten und Greiflinge
  • Schlüsselanhänger und Quasten
  • Schmuck wie Armbänder und Ketten
  • Lampenschirme und Windlichter
  • Untersetzer und Tischläufer
  • Wimpelgirlanden und Mandalas
  • Taschen und Gürtel

Wie du siehst, hast du sehr viele Möglichkeiten dich als Knüpfkünstler_in kreativ auszuleben. Das Aussehen deines Projektes wird natürlich von der Farbe und der Beschaffenheit des Garnes beeinflusst. Je nachdem, für welches Garn und welche Garnstärke du dich entscheidest, sieht dein Knüpfprojekt filigran oder eher robust aus.

Makramee: so wirst du zum Knüpfkünstler – Wandbehang

Garnkunde : Eigenschaften der verschiedenen Garne

Natürlich liegt dir fast die ganze Bandbreite an unterschiedlichen Schnüren und Fäden zu Füßen. Früher wurde zum Knüpfen oft Jute- oder Hanfschnur verwendet. Ebenso wie verschiedene Lederbänder. Je nach Projekt eignen sich manchmal auch Garne aus Nylon, Acryl oder Sisal.

Wenn du beispielsweise ein Accessoire für die Küche herstellst, kann ein synthetisches Garn unter Umständen hygienischer sein als eins aus Baumwolle. Auch für Menschen, die allergisch auf Wolle sind eignet sich hier der Griff zu diesem Garn. Sisal eignet sich gut, wenn du an einem Projekt für deinen Stubentiger, wie einem Katzenspielzeug oder einem Katzenbett, arbeitest.

Für die meisten dekorativen Projekte wie Wandbehänge werden jedoch natürliche Materialien wie etwa Baumwollgarne in unterschiedlicher Stärke verwendet. Es gibt hier noch zwei besondere Unterschiede: geflochtenes und gezwirntes Garn.

Geflochtenes Garn

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um Garn, welches geflochten ist. Manchmal findet man hier auch noch die Bezeichnung „gekordeltes“ Garn. Es ist in der Handhabung und der Verarbeitung sehr einfach, daher eignet es sich besonders gut für Anfänger.

Selbst wenn du deine Knoten ein paar mal wieder aufknoten musst, sieht man es diesem Garn nicht an. Dein Projekt bekommt durch das geflochtene Garn eine schöne und gleichmäßige Struktur.

Für Arbeiten, bei der du die Enden auskämmen möchtest, wie zum Beispiel bei der Makramee-Feder, eignet sich das geflochtene Garn nicht so gut. Durch die fest ineinander geflochtenen Fäden ist das Auskämmen sehr mühsam. Da geflochtenes Garn sehr fest und robust ist, kann man es auch super zum Häkeln nehmen.

Im myboshi Shop findest du hier unser geflochtenes Baumwollgarn in unterschiedlichen Farben und Stärken.

Makramee: so wirst du zum Knüpfkünstler – myboshi Makramee-Garn geflochten

Gezwirntes (gedrehtes) Garn

Bei dem gezwirnten bzw. gedrehten Garn werden mehrere Fäden ineinander gedreht, sodass am Ende ein Faden daraus entsteht. Dieses Garn kann man als „einfach“ oder „mehrfach“ gedreht bzw. gezwirnt kaufen.

Einfach gezwirntes Garn ist sehr weich und dreht sich schnell auf. Zum Ausfransen oder Auskämmen der Enden ist es daher super geeignet, erfordert beim Knoten aber etwas Fingerspitzengefühl. Dem Garn sieht man auch schnell an, wenn es mehrmals aufgeknotet worden ist.

Etwas fester ist das mehrfach gezwirnte Garn. Es lässt sich leichter auskämmen als das geflochtene Garn. Willst du bei gezwirntem Garn vermeiden, dass die Enden ausfransen, klebe sie mit etwas Klebeband an den Enden ab.

Auch hier wirst du in unserem myboshi Shop fündig. Wir haben für dich gezwirntes Garn in mehreren Farben verfügbar.

Unser myboshi Makramee Garn ist ein echtes Naturprodukt und besteht zu 100% aus Baumwolle. Damit ist es auch für Baby- und Kleinkindspielzeug, wie Greiflinge oder Schnullerketten geeignet.

Du kannst es sogar bei 30 Grad waschen. Es sollte jedoch schonend geschleudert und nicht gebügelt, im Waschtrockner getrocknet oder gebleicht werden.

Makramee: so wirst du zum Knüpfkünstler – myboshi Makramee-Garn gezwirnt

Makramee: Hilfsmittel und Zubehör

Was du unbedingt zum Arbeiten benötigst, ist eine scharfe Schere und ein Maßband. Kreppklebeband ist auch ein richtiger Allrounder, mit dem du sowohl die Enden des Garns festkleben kannst, als auch kleinere Arbeiten an einem Brett.

Befestigung

Mittlerweile kann man richtige „Makramee-Bretter“ kaufen. Diese bestehen aus Kork und haben ein aufgezeichnetes Gitter. Das kann zur Orientierung für die richtigen Abstände der Knoten dienen.

Die Arbeiten werden hier mit langen Nadeln auf dem Brett befestigt. Bei kleineren Projekten reicht manchmal auch ein Holzbrett mit einem Nagel zur Befestigung oder ein einfaches Klemmbrett.

Für größere Arbeiten wie Wandbehänge arbeitest du am besten mit einer Kleiderstange und „S-Haken“. Diese kannst du problemlos je nach Größe des Projektes in der Höhe verstellen. Du kannst hier aber auch in der Umsetzung kreativ werden, in dem du einen Türrahmen, eine Leiter oder einen Stuhl benutzt.

Hilfreich sind in jedem Fall ein paar Nadeln (zum Befestigen auf dem Korkbrett) und ein paar Klemmen oder Clips (um die Fäden die gerade nicht benutzt werden festzuhalten).

Zubehör

Beim Zubehör kannst du gerne kreativ werden. Für große Wandbehänge werden gerne gesammelte Äste benutzt. Achte hier darauf, dass du die Äste trocknen lässt, bevor du sie benutzt. Du solltest sie auch auf „Mitbewohner“ absuchen. Es wäre schade, wenn dein fertiges Makramee-Projekt zum Insekten-Wohnheim wird.

Du kannst aber genauso gut gekaufte Holzstecken benutzen. Oft findet man solches Zubehör ganz kostengünstig im Baumarkt. Beliebt sind auch Kupfer- oder Messingrohre, Stickringe und große Metall- oder Holzringe (z.B. für Makramee Mandalas). Lass deiner Kreativität freien Lauf. Vielleicht macht sich ein Holzkochlöffel für einen kleinen Wandbehang in der Küche ja gut?

Für kleinere Projekte wie Schlüsselanhänger, Schnullerketten oder Greiflinge kannst du Metallringe oder -ösen, kleine Holzringe oder Holz-Clips benutzen.

Wenn du etwas für Babys oder Kinder knüpfst, achte bitte immer darauf, dass es nach OEKO-TEX STANDARD 100 zertifiziert ist. So kannst du sicher sein, dass sich keine Schadstoffe an den Materialien befinden und es nicht so schlimm ist, wenn mal etwas von einem Baby in den Mund genommen wird.

Holzperlen in verschiedenen Farben und Formen sind eine tolle Ergänzung zu deiner Makramee Arbeit. Natürlich kannst du auch andere Perlen, Holzelemente oder Anhänger in dein Projekt mit einarbeiten.

Sonstige Hilfsmittel

Was kein Muss ist, aber unter Umständen sehr hilfreich sein kann, ist eine lange Pinzette. Damit kannst du Fäden durch einen Knoten durchziehen, sollte die Schlaufe mal zu klein für deine Finger sein. Sie kann auch eine echte Hilfe sein, solltest du mal einen festen Knoten wieder aufmachen müssen.

Zum Vernähen von Fäden am Ende deiner Arbeit eignen sich unsere myboshi Wollnadeln super. Durch ihre flexible und extra große Öse fällt dir das auffädeln auch bei dicken Garnen besonders einfach.

Wenn du ganz sicher gehen willst, dass deine Arbeit am Ende nicht mehr aufgeht, kannst du die Abschlussknoten mit etwas Bastelklebstoff einstreichen. Am besten benutzt du hier transparent trocknenden Klebstoff, damit man auf deiner Arbeit am Ende keine Rückstände sieht.

Zum Auskämmen der Enden eignet sich ein normaler Kamm. Vermutlich kommst du besser mit einem Kamm zurecht, bei dem die Zinken relativ eng aneinander stehen. Manchmal eignet sich zum Auskämmen auch eine Fellbürste mit Metallborsten.

Eine Häkelnadel kann hilfreich sein, um das Garn durch enge Schlaufen durchzuziehen. Achte hier auf eine passende Größe der Häkelnadel. Nimmst du eine zu kleine Nadel, kann es unter Umständen passieren, dass du einzelne Fäden aus deinem Garn ziehst.

Ein paar einfache Haargummis oder Haushaltsgummis können dir bei großen Makramee Projekten helfen, um die langen Fäden zu kürzen. In dem du lange Fänden mit einem Gummi zusammen bindest, vermeidest du, dass sich die Fäden verheddern.

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Tipps und Tricks für das Makramee-Knüpfen

Im Folgenden haben wir ein paar Tipps für dich gesammelt, die dir deine Arbeit an deinen Makramee Projekten erleichtern sollen:

Bevor du mit der Arbeit an deinem Makramee Projekt beginnst, sorge dafür, dass dein Arbeitsplatz gut eingerichtet ist. Achte dabei vor allem auf deine Arbeitshaltung. Gerade bei großen Arbeiten, die lange dauern, ist es wichtig, dass dein Projekt für dich in der richtigen Höhe hängt.

Am Anfang kann es bei großen Arbeiten leichter sein, wenn du die deine Fäden markierst. Du kannst auch hier mit Kreppklebeband, welches du entsprechend beschriftest, arbeiten. Oder du nimmst Klebeband in unterschiedlichen Farben.

Achte darauf, dass du alle Knoten mit dem gleichen Kraftaufwand festziehst. Dadurch entsteht ein gleichmäßiges Muster. Das braucht ein wenig Übung, kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen. Deswegen empfiehlt es sich auch, dass du erst einmal ein Probestück erstellst, wenn du einen neuen Knoten lernst.

Lass dich nicht entmutigen, wenn dir dein Knotenmuster am Anfang vielleicht nicht so gut gefällt, weil es zu locker und deswegen unregelmäßig ist. Mit der Übung kommt die Sicherheit und so auch die Gleichmäßigkeit.

Arbeite lieber mit zu langen Fäden. Es wäre ärgerlich, wenn dir am Ende deiner Arbeit der Faden wegen ein paar Zentimetern ausgeht. Das Auffädeln der Perlen kann wegen der Garndicke oft mühsam sein. Hier empfiehlt es sich, die Garnenden fest mit Kreppklebeband zu umkleben, damit sich die Perlen besser auffädeln lassen.

Holzperlen gibt es mittlerweile aber auch mit größeren Löchern, speziell als Makramee-Zubehör. Das erleichtert dir das auffädeln. Das Umkleben der Garnenden mit Kreppklebeband sorgt auch dafür, dass sie während der Arbeit nicht ausfransen.

Wenn du an Makramee-Federn arbeitest, hilft dir beim Zuschneiden der ausgefransten Enden eine Schablone. Hilfreich kann hierbei auch sein, die Enden vorher mit etwas Haarspray zu fixieren. So kannst du vermeiden, dass die Enden immer wieder durcheinander kommen, bevor du sie zuschneidest.

Du kannst die Fransen aber zum Beispiel auch hier wieder mit Kreppklebeband fixieren und dann am Rand der angeklebten Kante schneiden. Das Kreppklebeband hat die Eigenschaft, dass es sich rückstandslos entfernen lässt.

Garnreste, die bei deinen Projekten übrig bleiben, lassen sich vielleicht bei einem anderen Projekt nochmal verwenden, wirf sie deswegen nicht weg. Es lohnt sich, Garnreste ab 15-20 cm aufzuheben.

Makramee: so wirst du zum Knüpfkünstler – Tipps und Tricks

Inspiration für Anfänger-Projekte

Du wirst merken, schon mit ein paar einfachen Grundknoten kannst du wunderschöne Makramee Projekte umsetzen. Natürlich eignen sich kleinere Projekte wie eine Schnullerkette oder ein Schlüsselanhänger gut für den Anfang, da sie nicht so viel Zeit brauchen, im Gegensatz zu einem großen Projekt.

Aber selbst wenn du dich gleich an eine größere Arbeit traust – nur Mut, auch das ist als Anfänger machbar. Wir stellen dir hier eine kostenlose Anleitung für eine Makramee-Wimpelkette zur Verfügung.

Sie beinhaltet die Grundknoten: Ankerknoten, linksgelegter Kreuzknoten und Rippenknoten. Wir verwenden für die Wimpelkette unser geflochtenes myboshi Makramee Garn in der Stärke 4 mm in der Farbe Natur.

Wir würden deine Makramee Projekte gerne sehen! Verlinke uns gerne auf Instagram oder Facebook mit dem Hashtag #myboshi.

Viel Spaß beim Knüpfen und Dazulernen!

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