Alpakas und ihre Wolle

Alpakas und ihre Wolle: Alles was du wissen musst!

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Inhaltsverzeichnis

Die neueste Ergänzung unseres Sortiments ist die myboshi Alpaca. Unser Kuschel-Wollmix eignet sich perfekt, um dir etwas Warmes für die kühleren Tage zu häkeln oder stricken.

Wie der Name schon verrät, kommt die Wolle von den kuscheligen Alpakas. In diesem Artikel möchten wir dir gerne alles über den süßen Tierimport aus den Anden erzählen.

Hier erfährst du auch, was das Fell der Alpakas so besonders macht. Mit ein paar Tipps und Tricks wird dir die Pflege und Verarbeitung der Alpaka Wolle wie von Zauberhand gelingen.

Woher kommen Alpakas?

Ursprünglich sind die Alpakas in Südamerika zuhause. Genauer gesagt leben die meisten Tiere in den Anden. Es gibt weltweit ungefähr 4,4 Millionen Alpakas, wovon circa 80 % in der südamerikanischen Gebirgskette leben. Sie leben immer in einer Herde zusammen.

In ihrer Heimat müssen die Alpakas mit extremen Witterungen zurechtkommen und sind deswegen sehr robuste und anpassungsfähige Tiere. In Peru, Bolivien und Chile werden sie oft auch als Lastentiere benutzt. Weltweit werden Alpakas aber überwiegend wegen ihres Fells gezüchtet.

Alpakas und ihre Wolle – Herkunft der Alpakas

Besondere Merkmale der Alpakas

Alpakas gehören zu der Familie der Kamele, haben aber keine Höcker. Sie haben lange schmale Beine und einen langen dünnen Hals. Im ausgewachsenen Zustand haben Alpakas ein ungefähres Gewicht von 50 – 80 kg.

Dabei beträgt das Stockmaß (Schulterhöhe) circa 90 – 100 cm. Das Gewicht und die Größe variieren je nach Rasse und Geschlecht. Bei guter Haltung haben sie eine Lebenserwartung von etwa 20 – 25 Jahren.

Alpakas sind Fluchttiere. Ihre Augen sind deswegen seitlich am Kopf, damit sie alles gut überblicken können. Vor Gefahren können sie so möglichst schnell fliehen. Unter ihren Hufen besitzen die Alpakas weiche Sohlenpolster mit zwei Zehennägeln. Sie gehören deswegen auch zu der Gattung der sog. „Schwielensohler“.

Durch ihre weichen Füße sind sie sehr trittsicher. Von dieser Eigenschaft profitieren sie vor allem auf dem ungleichmäßigen Untergrund in den Anden. Zudem verursachen sie mit ihren Füßen kaum Schäden, wenn sie auf den Weiden grase

Da sie ursprünglich in hohen Gebirgen beheimatet sind, bewegen sich Alpakas energieeffizient im sogenannten „Passgang“ fort. Dabei werden beide Beine einer Körperseite immer gleichzeitig nach vorne bewegt.

Alpakas und ihre Wolle – Merkmale

Jedes Tier hat einen besonderen Charakter

Ein altes indianisches Stichwort lautet: „Schau einem Alpaka nicht zu tief in die Augen, du könntest dich für immer verlieben“. Mit ihren großen dunklen Kulleraugen und den langen Wimpern fällt es nicht schwer, sie tief ins Herz zu schließen.

Meistens tragen sie zudem noch eine süße wuschelige Frisur auf dem Kopf. Alpakas sind von Natur aus sehr neugierig und lebensfroh. Dabei ähneln sie uns Menschen durch ihre sehr unterschiedlichen Charaktereigenschaften.

Es gibt schüchterne und ruhigere Alpakas, Draufgänger oder welche, die einen großen Beschützerinstinkt haben. Sie leben immer in der Gruppe zusammen und sind dadurch echte Teamplayer.

In jeder Alpakafamilie gibt es einen Anführer, ohne den gar nichts läuft. Innerhalb der Herde bestimmt die Rangordnung, wer der Chef ist. Der Anführer muss seinen Platz auch ab und zu durch ein paar Machtkämpfe mit anderen Herdentieren verteidigen.

Alpakas sind aber generell eher sanfte Tiere und strahlen sehr viel Ruhe aus. Auf uns Menschen haben sie deswegen oft eine entschleunigende Wirkung. Die Wanderungen mit Alpakas erfreuen sich in Deutschland an immer mehr Beliebtheit bei Groß und Klein.

Alpakas und ihre Wolle – Charakter

Aus Südamerika nach Deutschland: die Haltung der Alpakas

In Deutschland gibt es mittlerweile ungefähr 500 registrierte Zuchtbetriebe. Wobei die Tendenz steigend ist. Das liegt vermutlich an der relativ einfachen Haltung und der guten Anpassungsfähigkeit der Tiere.

Durch das kalte Wetter in den Höhenlagen der Anden haben sich Alpakas an extreme Lebensbedingungen perfekt angepasst. Und wer mit solchen Umständen zurecht kommt, der fühlt sich fast überall wohl, auch bei uns in Deutschland.

Außer bei der Erstanschaffung verursachen Alpakas in der Haltung verhältnismäßig wenig Kosten. Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich überwiegend von Gras und Heu. Ideal ist eine offene Stallhaltung, bei der die Tiere frei wählen können, ob sie im Stall sein möchten oder auf der Weide grasen. Was Alpakas definitiv benötigen, ist ausreichend Bewegung.

Alpakas und ihre Wolle – Merkmale

Alpaka oder Lama? Was ist der Unterschied?

Der gravierendste Unterschied zwischen einem Alpaka und einem Lama ist die Größe. Alpakas sind kleiner und zierlicher. Lamas sind robuster und stämmiger. Sie werden daher auch eher als Lastentiere benutzt.

Alpakas werden überwiegend wegen ihrer Wolle gezüchtet. Diese ist bei den Alpakas auch wesentlich feiner und weicher. Lamas haben eher ein gröberes und zottliges Oberfell.

Man erkennt den Unterschied zwischen beiden Tieren auch an der Form ihrer Ohren. Während Alpakas eher spitze Ohren haben, ähnlich wie eine Speerspitze, sind die Ohren der Lamas eher rundlich und ähneln der Form einer Banane.

Alpakas und ihre Wolle – Unterschied zwischen Alpaka und Lama

Alpaka-Fell: das Vlies der Götter

Kommen wir nun zu dem wichtigsten Anreiz weswegen Alpakas gezüchtet werden, ihrer Wolle. Schon vor Jahrhunderten wurde die Wolle der Alpakas von den Ureinwohnern Südamerikas wegen ihrer Eigenschaften geschätzt.

Neben Seide und Kaschmir zählt die Wolle der kuscheligen Tiere zu einer der edelsten und wertvollsten der Welt. Sie hat sehr viele positive Eigenschaften und ist deswegen ein echter Allrounder.

Man unterscheidet dabei zwischen zwei Wolltypen. Der Wolle des Huacaya und die des Suri. Das Huacaya-Alpaka hat sehr feine und gekräuselte Wollfasern. Die Fasern des Suri hingegen sind eher sehr glatt und gelockt. In Deutschland werden die Alpakas einmal im Jahr, meistens zu den Eisheiligen, bevor es wieder wärmer wird, geschoren.

Bei der Schur wird nie die komplette Faser geschoren. Den Tieren wird ein kurzes Fell gelassen, welches man dann „Pyjama“ nennt. Je nach Größe und Alter des Tieres gewinnt man so ungefähr 3-6 Kilo der kostbaren Faser pro Schur.

Davon eignet sich aber nicht alles zur Weiterverarbeitung. In der Produktion wird der größte Anteil der gewonnenen Alpakafasern zu Wolle weiterverarbeitet. Was davon übrig bleibt, landet meist in flauschigen Bettdecken und Kissen.

Alpakas und ihre Wolle – Alpaka-Fell – Vlies der Götter

Alpakawolle: Ein vielfältiger Alleskönner

Kleidung und Bettwaren aus Alpaka-Wolle sind wegen der vielen nützlichen Eigenschaften besonders beliebt. Die wertvolle Wolle ist z.B.:

  • Temperaturregulierend: Die Faser des Alpakas ist innen hohl wie ein Strohhalm und kann so die Temperatur sehr gut regulieren. Das macht das Tragen dieser Wolle sowohl im Winter als auch im Sommer möglich. Im Winter wird die Wärme des eigenen Körpers gespeichert und dient daher hervorragend als Wärmeisolation, da die Alpaka Wolle gleichzeitig vor Kälte isoliert. Im Sommer wiederum sorgen die Fasern für einen Temperaturausgleich, indem die Wärme abgestoßen wird.
  • Feuchtigkeitsabweisend:
    Feuchtigkeit wird durch die hohlen Fasern schnell aufgenommen, ohne sich feucht anzufühlen. Die Faser gibt die Feuchtigkeit aber auch schnell wieder ab.Leichter Nieselregen oder Schweiß machen der Wolle somit nichts aus.
  • Geruchsneutral:
    Die Wolle weist einen sehr geringen Eigengeruch auf. Zudem hat sie noch die besondere Eigenschaft, dass sie andere Gerüche durch die in der Wolle enthaltenen Eiweißmoleküle neutralisieren kann.
  • Schmutzabweisend:
    Die eng aneinander liegende Schuppenstruktur der Fasern bewirkt, dass die Wolle schmutzabweisend ist, ähnlich wie beim Lotus-Effekt. Durch die hohe Dichte der Fasern ist die Wolle super weich und kratzt nicht.
  • Strapazierfähig:
    Die Wolle der Alpakas ist sehr robust und reißfest, 3x mehr als Schafwolle.
  • UV-Strahlen undurchlässig:
    Durch ihre besondere Beschaffenheit und Struktur kommen keine UV-Strahlen durch die Wolle. So wird sie zum perfekten Sonnenschutz.
  • Besonders für Allergiker geeignet:
    Alpaka Wolle enthält kein Lanolin (Wollfett) und ist daher gut für Allergiker verträglich. Ebenso besitzt die Wolle eine antibakterielle Wirkung.
  • Verfilzt kaum:
    Kleidung aus Alpaka Wolle verfilzt kaum und es kommt selten zur Knötchenbildung, auch Pilling-Effekt genannt.

Du siehst, die Alpaka Wolle ist im wahrsten Sinne des Wortes ein echtes Naturtalent. All diese Eigenschaften und Vorteile machen sie zu einem der kostbarsten und wertvollsten Rohstoffe der Natur.

Tipps und Tricks für die richtige Pflege von Alpakawolle

Durch die selbstreinigende Wirkung der Alpaka Wolle reicht es oft schon aus, die Kleidung auslüften zu lassen. Benutze dafür keine Wäscheklammern, an denen du das Kleidungsstück nur punktuell aufhängen kannst. Leg es zum Lüften am besten großflächig über einen Stuhl.

Solltest du Kleidungsstücke aus Alpaka-Wolle trotzdem einmal waschen müssen, ist das bis zu 30 Grad möglich. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du das mit der Hand machst. Dazu kannst du ein mildes Shampoo oder ein sanftes Wollwaschmittel benutzen. Weiche dein Kleidungsstück vorsichtig ein. Nach dem Waschen und Ausspülen, wickele es in ein trockenes Tuch und drücke es vorsichtig aus.

Zum Trocknen ist es am besten, dein kuscheliges Lieblingsteil flach hinzulegen. So vermeidest du, dass sich die Alpaka-Wolle verzieht und dein Kleidungsstück die Form verliert. Achte bitte auch darauf, dass du dir dafür einen schattigen Platz aussuchst. Direkte Sonneneinstrahlung könnte dein Kleidungsstück ausbleichen.

Wenn du all diese Tipps berücksichtigst, wirst du lange etwas von deiner Kleidung aus Alpaka Wolle haben. Wenn du sie einmal länger nicht benötigten solltest, verpacke sie am besten in einer Plastiktüte. Um Mottenbefall zu vermeiden, gib etwas Lavendel oder Zedernholz dazu, um den Besuch von Insekten zu vermeiden.

Unsere Wollqualität: myboshi Alpaca

Jetzt hast du die Qual der Wahl. Unsere neue myboshi Alpaca bekommst du in neun unterschiedlichen Farben. Von Weiß und Schwarz, Titangrau, Marine, Ocker und viele mehr ist alles dabei. Und passend für die kühleren Tage im Herbst kannst du auch zwischen Senfgelb und Smaragd wählen.

Oder nimm doch einfach gleich beides für dein kuscheliges neues Strick- oder Häkelprojekt. Das Wollknäuel besitzt eine Lauflänge von 90 m auf 50 g. Zur Verarbeitung verwendest du am besten die Nadelstärke 6 – 8 mm.

Die myboshi Alpaca vereint durch ihren Alpaka-Anteil in Kombination mit Schurwolle, Polyamid und Acryl die besten Eigenschaften aus den beliebtesten Wollqualitäten, die der Markt zu bieten hat. Perfekt für Kleidungsstücke wie Pullis, Schals oder Tücher. Natürlich kannst du dir auch eine wärmende Decke daraus zaubern.

Zeig uns doch, was du aus der myboshi Alpaca gemacht hast und verlinke uns auf Instagram mit dem Hashtag #myboshi oder Facebook bei deinem kuscheligen Projekt.

Wir freuen uns drauf!

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