Mit der Webtechnik bringst du nachträglich Farbe in ein fertiges Strickstück: Du führst einen Faden in Kontrastfarbe mit einer stumpfen Nadel abwechselnd über und unter den Maschen entlang – wie beim Weben. So entstehen Streifen, Karos oder farbige Flächen, zum Beispiel an Schultern oder Ärmeln eines Pullovers. Ideal für Wollreste.
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Weben auf Strick: Schritt für Schritt
Schritt 1: Faden einfädeln
Fädle einen Rest in Kontrastfarbe in eine stumpfe Wollnadel. Stich von innen nach außen und lass innen ein Fadenende von etwa 5 cm hängen.
Schritt 2: Über und unter
Führe die Nadel abwechselnd unter einer Masche hindurch und über die nächste Masche hinweg – entlang einer Maschenreihe.
Schritt 3: Faden durchziehen
Ziehe den Faden nach einigen Maschen durch. Ziehe ihn nicht straff, sonst zieht sich die Fläche zusammen.
Schritt 4: Versetzt weiter
In der nächsten Reihe webst du um eine Masche versetzt: Wo vorher der Faden oben lag, liegt er jetzt unten. So entsteht ein echtes Webbild.
Schritt 5: Enden sichern
Verknote auf der Rückseite je zwei nebeneinanderliegende Fadenenden. Nach 3 bis 4 Knoten kannst du die Fäden auf etwa 1 cm kürzen – vernähen ist nicht nötig.
Tipps
- Webe große Flächen in Abschnitten (z. B. Vorder- und Rückenteil getrennt), damit die Fäden nicht zu lang werden.
- Am besten funktioniert die Technik auf glatt rechts gestrickten Flächen.
- Eine andere Möglichkeit, nachträglich Farbe aufzubringen, ist das Aufsticken um rechte Maschen.