Eine Strickschrift zeigt ein Muster als Diagramm statt als Text: Jedes Kästchen steht für eine Masche, jede Zeile für eine Reihe oder Runde. Wer Strickschrift lesen kann, erkennt Muster auf einen Blick und kann auch Anleitungen in fremden Sprachen nacharbeiten. Hier erklären wir die Leserichtung und die wichtigsten Zeichen.
In diesem Video siehst du, wie du eine Strickschrift liest:
Video: Veronika Hug auf YouTube
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Strickschrift lesen: Schritt für Schritt
Schritt 1: Zeichenerklärung ansehen
Jede Strickschrift hat eine Legende. Schau sie dir zuerst an – die Symbole können je nach Anleitung etwas abweichen.
Schritt 2: Leserichtung beim Stricken in Reihen
Du liest von unten nach oben. Die Hinreihen liest du von rechts nach links, die Rückreihen von links nach rechts – genau so, wie die Maschen auf deiner Nadel liegen.
Schritt 3: Leserichtung beim Stricken in Runden
In Runden liest du jede Zeile von rechts nach links, denn du strickst immer auf der Vorderseite.
Schritt 4: Rapport wiederholen
Der Mustersatz (Rapport) ist meist farbig markiert oder eingerahmt. Diesen Teil wiederholst du so oft, wie es die Maschenzahl erlaubt.
Die häufigsten Zeichen
- Leeres Kästchen: in der Hinreihe eine rechte Masche, in der Rückreihe links.
- Waagerechter Strich oder Punkt: eine linke Masche.
- Kreis: ein Umschlag.
- Schräger Strich nach rechts (/): 2 Maschen rechts zusammenstricken.
- Schräger Strich nach links (): 2 Maschen überzogen zusammenstricken.
Tipps
- Oft sind nur die Hinreihen gezeichnet. Dann strickst du die Rückreihen so, wie die Maschen erscheinen.
- Lege ein Lineal oder einen Klebezettel über die Reihe, an der du gerade strickst.